
Der Super FX Chip
Die Geburt einer neuen
Konsolengrafik-Ära
1993 warfen Atari und Panasonic mit dem
Jaguar bzw. 3DO neue Konsolen auf den Markt und Nintendo erkannte bald, daß das
Super Nintendo diesen Konkurrenten in technischer Hinsicht weit unterlegen
waren. Von 3D-Grafik war nur zu träumen, da der mit 2,76 MHz getacktete
Hauptprozessor des SNES gerade mal simple Polygon-Grafiken zuließ. Deshalb war
"Hardwaredoping" von Anfang an ein fester Bestandteil Nintendos
Politik. Bereits bei F-Zero sorgte ein mathematischer Co-Prozessor (DSP-Chip) im
Modul für ansehnlichere Grafik; benso bei Super Mario Kart, allerdings in einer
verbesserten Version. 1992 wurde diese Vorgehensweise zum ersten Mal beworben,
da man zusammen mit Argonaut den Super FX-Chip entwickelte (eigentlich
Mario-Chip), der mit 10,5 MHz getacktet war. Das erste Spiel für diesen Chip war
das Weltraumballerspiel Star Fox (in Deutschland Starwing), daß von keinem
geringeren als Mario-Erfinder Shigeru Miyamoto designed wurde und
3D-Polygoneffekte bot, die zu diesem Zeitpunkt als wirklich atemberaubend zu
bezeichnen waren. Desweiteren erschienen Stunt Race FX & Power Slide. Damit
endete die Super FX-Ära auch schon wieder so jäh, wie sie begonnen hatte. Zwar
wurde noch der Super FX-Chip II entwickelt, der im Vergleich zum Vorgänger etwa
30% schneller war, und man begann mit der Programmierung von Star Fox II, sowie
eines Virtual Fighter-Klones, jedoch erschien nie etwas dieser Projekte aus
Kostengründen auf dem Markt. Zudem wurden 1995 durch die PlayStation und den
Saturn ganz neue Maßstäbe gesetzt und ein neues Videospielezeitalter begann.
Aber der erste Grundstein der Polygongrafik auf Konsolen wurde durch Starfox in
die Welt gesetzt.
Starfox und der FX Chip
Damals sorgte Starfox
durch den von der Firma Argonaut Software entwickelten FX-Chip für reges
Aufsehen. Durch diesen Chip konnte das Super Nintendo komplexere Polygongrafiken
in Echtzeit berechnen. Heute belächelt, sorgte dies damals für die
unverwechselbare geniale Atmosphäre von Starfox, der ich persönlich und noch
viele andere Leute auch, nicht wiederstehen konnte.
Von der Grafikdemo zum
Spiel
Der FX Chip wurde von der Firma Argonaut Software entwickelt, der zweckmäßig
den SNES durch seine Power zu damaligen Grafischen Wunderwerken verhalf. Man
konnte nun durch den FX Chip auf dem Super Nintendo Polygongrafik ermöglichen,
die damals eigentlich eher unüblich für Heimkonsolen war. So entstand das
erste 3D Spiel Starfox, welches ebenfalls von Argonaut entwickelt wurde.
Starfox war am Anfang eigentlich nicht als Spiel geplant, sondern als
Demonstration der Power des FX Chips, jedoch gefiel es Nintendo so sehr, dass es
letztendlich doch als Spiel in den Verkaufsregalen landete.
Technische Daten
des FX Chips
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Super FX
Chip
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Kommandostruktur
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RISC
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Taktfrequenz
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10.5 MHz
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Polygone pro Sekunde
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100-120 (bei 16 Farben)
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BUS-Bandbreite
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16 Bit intern. / 8 Bit
extern
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Besonderheiten:
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Zum Vergleich: SNES-Hauptprozessor: 3.75MHz
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Super FX 2
Chip
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Kommandostruktur
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RISC
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Taktfrequenz
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(2 x 10,5 MHz) 21 MHz
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Polygone pro Sekunde
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300-500 (bei 16 Farben)
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BUS-Bandbreite
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16 Bit intern. / 8 Bit
extern
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Besonderheiten:
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Die 2. Generation des SFX-Chips
unterscheidet sich nur darin, das 2 Chips Parallel geschaltet werden und somit
mehr Leistung erbracht wird.
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