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Kapitel 8: Es gibt kein Zurück
Die Landung auf Venom lief weitgehend reibungslos. Die Arwings landeten in einem abgelegenen
Bergplateu in der Nähe des Tempels, wo einst das finale Showdown zwischen Fox und Andross
stattfand. Die Cockpits öffneten sich und Jan, Fox und Falco stiegen aus. „Alles in Ordnung
soweit?“, wollte Fox sicherheitshalber wissen, denn die militärische Forschungsabteilung
hatte manchmal Schwierigkeiten damit, fremde Technologie fehlerfrei in Ausrüstungen zu
integrieren. „Positiv. Keine Störungen.“ „Nichts passiert.“ „Hervorragend...“ Er stieg kurz
auf eine höhere Ebene, um die aktuelle Lage zu überblicken. „Seht Euch das an...“ Kurz darauf
standen auch Jan und Falco auf der Ebene, und entdeckten ein Bauwerk von gigantischen Ausmaßen.
„Der Tempel. So groß und unheimlich wie eh und je...“ „Müsste er nicht in Trümmern liegen?
Ich meine, nachdem du Andross erledigt hattest, flog doch alles in die Luft oder nicht?“
„Das dachte ich auch...“ Eine Schweigeminute setzte ein, in der sie regungslos den Eingang
des Tempels beäugten... nur Jan störte nach einer Weile die Ruhe. „Dann muss er von irgendjemanden
wieder aufbereitet worden sein.“ „Du meinst...“ „Ja. Entweder, Andross ist wieder auferstanden
oder wir haben es mit einem neuen Schurken zu tun.“ „Na toll... wieder die ganze Prozedur von
Vorne! Nur um uns nachher sagen zu lassen, dass der tot geglaubte Feind überlebt hat...“ „Wie
es scheint, sind wir in einem nicht endenden Teufelskreis gefangen.“ „Wie meinst du das?“ „Na,
egal wie oft wir unseren Feind besiegen: Er kommt immer wieder.“ „Ich glaube, du hast Recht...“
Wieder eine Schweigeminute, bis Fox erneut das Wort erhob: „Wir müssen von diesem Plateu runter
ins Tal steigen, wenn wir mit unseren Arwings zu nah kommen, werden wir womöglich entdeckt.“
„Ach, also darum haben wir sie so weit entfernt gelandet? Wir könnten es doch einmal versuchen,
die Arwings näher ran zu bringen...“ „Dann mach doch, falls du unbedingt scharf darauf bist,
die feindlichen Verteidigungssysteme in Alarmbereitschaft zu versetzen... ich bin mir sicher,
sie werden sich bestimmt freuen, jemanden vom Starfox-Team abzuschießen und dann kommen ich
und Jan nicht wieder raus, bevor unsere Flieger zerlegt werden.“ „Falls sie überhaupt welche
haben! Und was ist das denn für ein Unterschied, wenn wir entweder von der Luft oder vom Boden
aus infiltrieren?“ „Weil ihre Alarmsysteme nur auf Flugzeuge reagieren. Sie rechnen nicht mit
Bodentruppen.“ „Wenn das so ist...“ Jan hörte dem Gespräch der beiden schweigsam zu. Obwohl er
es amüsant und interessant fand, regte sich in ihm der Gedanken, doch endlich zur Tat zu schreiten
und den Tempel zu erkunden. Während er die beiden also ihrem Gespräch überließ, stieg er von der
Ebene runter und positionierte sich an einer Klippe. Auch wenn es sehr tief war bis nach unten:
Höhenangst kannte Jan nicht. Er weilte nicht lange, sondern durchsuchte gleich seinen Arwing nach
einer Art Bergsteiger-Ausrüstung... „Vergiss es.“, tönte Fox´ Stimme überraschend von hinten.
„Diese Steilwand besitzt keinerlei Haltepunkte für den Haken, und es ist zu riskant, ohne Haken
hinunterzuklettern. Ich glaube nämlich nicht, dass du einen Sturz aus solch hoher Höhe überleben
würdest.“ „Ja aber...“, entgegnete Jan, „...wie sollen wir dann ins Tal kommen?“ „Dieser Planet
ist durchzogen von Tunnelsystemen, willst du von unten nach oben kommen, so gibt es mit Sicherheit
einen Durchgang, mit dem du auf eine sehr hoch gelegene Ebene kommst.“ „Du meinst also, hier
sollte es einen Weg nach unten geben?“ „Ganz bestimmt. Dieser muss nur gefunden werden...“
„Aaaaaaaaaah, ich hasse es nach Wegen zu suchen, die nicht gefunden werden wollen, das ist ja
fast so, als würdest du dein Schiff orientierungslos fliegen lassen in der Hoffnung, irgendwann
einen bestimmten, unbekannten Planeten zu entdecken!“ „Mit dem Unterschied: Du verfügst über
keinerlei Anhaltspunkte, wo du eben diesen Planeten suchen könntest. Diese haben wir hier aber...“
„Und die wären?“ „Hehehe, die Zugänge sind markiert.“ „Ja, womit denn?“ Fox bewegte sich an einer
Felswand entlang, stets den Boden im Auge behaltend... „Hast du´s bald?” “Ja, warte noch einen
Augenblick…” Allmählich wurden Jan und Falco ungeduldig, jede verlorene Sekunde könnte ein weiterer
Schritt des Feindes bedeuten. Die Zeit arbeitete gegen sie... vielleicht steckt der Gegner noch in
den Vorbereitungen oder er ist bereits auf dem Weg, eine Großoffensive zu starten. „Beeil dich bitte,
wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!“ Wie auf Kommando hielt Fox an und deutete auf zwei Pfeile,
welche in den Steinboden gemeißelt waren. „Aha! Seht!“ Dann berührte er die Wand, welche die Pfeile
zeigen, und sie öffnete sich... nun lag ihnen ein von Fackeln erleuchteter, enger Durchgang offen.
„Das nenne ich aber mal praktisch...“ „Praktisch und ausgetüftelt. Wenn man aber ihre Tricks kennt,
so ist das Öffnen solcher Wege fast wie Fahrradfahren.“ Als die drei den Tunnel betreten wollten,
blieb Fox stehen. „Was ist denn?“ Er horchte... und rüstete seine Waffe. „Haltet die Waffen
feuerbereit. Ich weiß nicht, was uns in diesen Tunneln erwarten wird... sie sind lang.“ Jetzt
luden Falco und Jan ihre Waffe ebenfalls nach. „Sag mal Jan, was ist das eigentlich für ein
Gewehr?“, fragte Fox nach, als er sie näher betrachtete. Sie war nicht viel gößer als die
Standard-Blastergewehre der cornerianischen Soldaten, welche mit ihren Energie-Zellen für
unbegrenzt Munition sorgten, aber dieses Schnellfeuer-Gewehr besaß ein Magazin mit explosiven
Kugeln, welche enorme Schäden anrichten konnten. Leider ist diese Munition nicht unbegrenzt,
alternativ lässt sich auch eine separate Energie-Zelle verwenden, um als Blaster zu fungieren.
Hierbei ist allerdings der hohe Energie-Verbrauch zu beachten, so dass die Zelle häufiger entleert
wird. „Ich nenne dieses Gewehr Bolter. Es besiegt einen gegnerischen Infanteristen in
Sekundenbruchteilen und lässt sich auch gegen gepanzerte Ziele einsetzen.“ „Nett. So ein Teil
hätte ich auch gern... bestimmt wird der General diese Waffe in Serie gehen lassen...“ „Ruhe
Falco, wir müssen rein!“ So durchschritten sie gemeinsam den Eingang...
Sie waren keinen Meter gegangen, schon schloss sich der Eingang hinter ihnen. „Heeee! Was
soll das?!?“ Falco versuche es wieder zu öffnen... vergeblich. „Das habe ich mir ehrlich gesagt
anders vorgestellt...“ „Wie, du hast dir das anders vorgestellt?!? Ich fühle mich hier wie auf
dem Präsentierteller! Wer weiß, ob wir es am anderen Ende überhaupt geöffnet kriegen?“ „Beruhig
dich Falco, wir leben ja noch... außerdem...“ „Ja was denn?!?“ Aus seinem Rucksack nahm Fox eine
kleine Plasmagranate hervor, mit der er gleich zu Jonglieren versuchte. „He, lass das Ding bloß
nicht fallen!“ Alle spürten Falcos deutlich steigende Nervösität. Nurnoch eine Frage der Zeit,
bis er endgültig durchdrehen würde. „Ist ja schon gut... ansonsten könnten wir uns den Weg
einfach freisprengen. Na, wie klingt das?“ „Solange wir uns dabei nicht in die Luft jagen, soll
es mir recht sein. Ich möchte nur so schnell wie möglich hier raus!“ Die beiden schreckten auf,
als sich Jan mit seinem Sprachgerät in einem wütenden Ton äußerte: „Schluss mit den Albereien,
weiter geht’s!“ Er lief schon voraus, nach einigen Sekunden folgten auch Fox und Falco. Mit der
Zeit wurde der Flieger-Ass aber zunehmend nervöser. Vielleicht war es einfach Platzangst oder er
konnte ahnen, dass sich etwas vor ihnen befinden würde. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der
Gang immer enger wird...“ „Ruhig Blut, wir schaffen das schon...“ Fox musste sich zugleich darauf
konzentrieren, seinen Freund zu beruhigen, sodass er nicht weiter darauf achtete, dass sich Jan
immer weiter ins Dunkel wagte... der Anzug war schwerfällig, aber Jan konnte sich trotz des hohen
Gewichts flink und schnell bewegen. Da kam der Zeitpunkt, an dem Jan fast nicht mehr zu sehen war.
„Hey, Jan, lauf nicht zu weit! Warte auf uns!“ Keine Antwort... man sah noch, wie Jan im Boden
versank, bis er nicht mehr zu sehen war. „Jaaaaan!“ Immer noch keine Antwort. Entweder, die maximale
Reichweite wurde überschritten oder er wollte es auf eigene Faust versuchen. „Komm bitte wieder zu
uns! Ich habe zudem die Aufgabe als Anführer des Starfox-Teams, darauf zu achten, dass keinem
Kameraden etwas zustößt! Wir müssen zusammenbleiben!“
PENG!!!
Dies war nicht die Antwort, welche Fox erwartet hatte. Von weit her konnte man hören, dass Schüsse
fielen. Gleichzeitig noch das ohrenbetäubende Heulen eines Tieres. „Was ist denn da Vorne los?!?
Beeil dich Falco, ich habe das unangenehme Gefühl, dass wir hier nicht alleine sind...“ Sie erreichten
eine Treppe, welche tief in den Untergrund führte. Die Stufen waren verstaubt, und bei jedem Schritt
wirbelte Staub auf. „Wir kommen, halte durch!“ Wieder waren Schussgeräusche zu hören... immer lauter,
je tiefer sie die Treppe hinunterstiegen. So auch das Heulen... „Das ist ja fast wie in einem Alptraum!
Als wenn man sich verzweifelt gegen ein Monster zu verteidigen versucht...“ So gut er mit dem Arwing
auch umgehen kann: So unerfahren ist er im Kampf zu Fuß. Gegen andere Personen würde er dank seiner
Geschwindigkeit und Wendigkeit im Handumdrehen gewinnen, aber was würde er gegen ein Monster tun? Die
Zeiten, wo er verseuchte und mutierte Kreaturen im Arwing besiegte, waren vorüber. Jetzt stand der
Kampf zu Fuß an. Er hat einen Bolter und einige Granaten, nicht zu vergessen seine Wendigkeit, aber
würde das ihm im Kampf gegen ein großes Ungetüm nützen? Er musste es nun herausfinden, auch wenn er
am liebsten den Kampf am Boden vermeiden würde. Ganz unten konnte er Lichter aufflackern sehen, jedes
Mal wenn eine Kugel losgeschickt wurde. „Falco, halte dich bereit, auch wenn es ein grausiges Ungetüm
ist...“ Anscheinend ist sein Freund schon weich geworden, denn von ihm kam nichts mehr. Glücklicherweise
erreichten sie noch das Ende der Treppe... die völlig fremde Situation vor ihren Augen. Jan, die Waffe
nachladend, stand triumphierend auf einem toten Raubtier. Die Wände waren noch sauber, aber Jans Anzug
wies blutrote Flecken auf. „Hähähähähä, Bedrohung ausgelöscht.“ „Wow... was ist denn das?“ Er sah
sich das Tier näher an... „Sieht einer großem Raubkatze ähnlich.“ Auch fielen ihm die roten Augen
der Kreatur auf. „Als ich das Ende der Treppe erreichte, stand plötzlich dieses Vieh vor mir.“, begann
Jan mit seiner Erzählung, „Ich wusste nicht, ob es eine Gefahr darstellen würde, aber als es mich
mit diesen roten Augen anstarrte und sich auf mich schnell zubewegte, habe ich sofort zur Waffengewalt
gegriffen.“ „Hm, hätte ich auch gemacht, laut diesem Gebiss zu urteilen, könnte es dich im wahrsten
Sinne des Wortes zerreißen...“ Fox trat einmal gegen den Kadaver. „Iiiiiih...“ „Los Leute, weiter.“
Schon setzten sie ihren Weg fort... nicht weit von der ersten Treppe folgte eine Wendeltreppe nach
unten, die ebenfalls reichlich verstaubt war. Seit dem Kampf mit dem Raubtier sprach Falco immer noch
kein Wort, also musste es sich um Platzangst handeln.
Nach geschätzten fünf Minuten, die sie mit Hinabsteigen verbrachten, kam ihnen die Treppe endlos
vor. „Entweder ich bekomme Halluzinationen oder die Treppe nimmt einfach kein Ende...“ „Nein, du
jetzt nicht auch noch!“ „Nein nein, alles in Ordnung, wirklich.“ Irgendwie konnte ihm Jan keinen
Glauben schenken, er fühlte dasselbe wie bei Falco: Das Fox durchdrehen würde, je länger sie noch
im Tunnel verbringen würden. „Wie du meinst...“ „Nein! Wirklich, mir geht’s gut!“ „Bin ich etwa der
einzige, der keine Platzangst hat?“, dachte sich Jan, ohne seinen Gedanken den beiden zu offenbaren.
Weitere fünf Minuten schienen zu verstreichen, da merkte man Fox´ Nervösität deutlicher denn je. „Alles
klar soweit?“ Von Falco kam wie gewohnt keine Antwort, nur Fox meldete sich nach einer Weile: „Äh...
ich glaube schon...“ Nebenbei waren in den Wänden noch Bilder von Andross eingemeißelt, welche
Fox beinah den Rest gaben. „Wann geht’s endlich raus?“ Endlich kam das Ende der Wendeltreppe...
nurnoch der letzte Gang bis sie draußen waren. Ganz hinten konnte man schon das Licht von draußen
sehen. Auf halber Strecke aber blieb Fox stehen. „Was ist los? Komm schon, es ist nicht mehr weit!
Nurnoch diese paar Meter!“ Zu spät... Fox antwortete nicht mehr. „Mist!“ Als er nach einer Weile
dennoch meldete, war Jan zwar froh, dass Fox noch etwas sagen konnte. Aber dieser Ton in seiner
Stimme verhieß nichts gutes. „Ich sehe... meinen Vater...“ „Was?“ „Er sitzt an einem Tisch...
zusammen mit meiner Mutter...“ „Lass die Albereien, weiter!“ „Sie winken mir zu...“ Direkt beim
ersten Schritt, den Fox in die entgegengesetzte Richtung, weg vom Ausgang, tat, wurde eins klar:
Sein Verstand wurde vom Wahnsinn ergriffen. Vielleicht ist die Platzangst bei Fox stärker
ausgeprägt, oder Venom beinhaltete geheimnisvolle Kräfte, welchen den Verstand vernebelten.
„Ich... muss zu ihnen hin... meine Eltern sind noch am Leben... ich komme...“ Fox lief los...
„Verdammt! FALCO HALTE IHN UM JEDEN PREIS AUF!!!“ Er sagte zwar nichts, aber er sprang sogleich
auf Fox drauf. Fox mag sehr schnell sein, aber gegen Falco hatte er keine Chance. Beide fielen
zu Boden, sie standen jedoch fix wieder auf. Die Situation eskalierte allerdings, Fox schlug Falco
zu Boden, dann griff er zum Bolter und schoss einige Male auf seinen am Boden liegenden Freund. „OAH!!!“,
kam schmerzerfüllt von Falco, als er getroffen wurde. „Du wirst mich nicht aufhalten! Meine Eltern
rufen mich!“ „Was zum... was hast du nur getan?!?“ „LASS MICH IN RUHE!!!“ Wieder lief er weiter,
diesmal versuchte Jan ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Mit dem Anzug war er jedoch deutlich
schneller unterwegs als Fox, sodass er sich wieder auf ihn warf. Jetzt hielt er ihn am Boden und
schlug ihm mehrmals ins Gesicht, man konnte ihm nicht mehr mit Worten helfen. Der Konter von Fox
traf Jan allerdings hart, was dazu führte, dass er auf dem Rücken landete. „Du wirst mir meine
Eltern nicht nehmen!“ Wieder schoss er mit dem Bolter auf Jan, die Kugeln erwischten ihn zwar, aber
er schrie nicht. Umgehend stand er wieder auf und rammte ihn zu Boden, die Waffe glitt Fox aus der
Hand. Nochmal schlug er Fox ins Gesicht, dann riss er ihn gewaltsam auf die Beine und schleuderte
ihn gegen die Wand. Dafür, dass der Anzug ein wenig die Bewegungsfreiheit einschränkte, war Jan
außerordentlich kräftig. Fox sank benommen zu Boden, dummerweise lag neben ihn sein Bolter. Jan
dachte, ihn besiegt zu haben, aber da kannte er Fox schlecht. Den Moment der Unachtsamkeit nutzte
Fox aus um nach der Waffe zu greifen und ehe Jan reagieren konnte, zielte er auf ihn. Es löste
sich allerdings kein Schuss... „Was ist? Erschieß mich doch, wenn dein verstörter Geist es so will!“
Fox´ schweres Atmen und Keuchen war unüberhörbar. „Ich... ich...“ Dann senkte er den Arm und verlor
das Bewusstsein. „Puuuh...“ Zuerst rüttelte er Falco, damit er wieder zu sich kam. Überraschenderweise
fing er wieder zu reden an. „Au... das hat wehgetan...“ Er sah hinter sich und erblickte den
Ausgang. „Sieh doch! Der Ausgang! Wir sind gerettet!“ Jetzt sah er noch zu Fox rüber, welcher
regungslos an der Wand lag. „Ah, hast du ihn wieder zur Vernunft bringen können?“ „Ich weiß es
nicht... wir werden es erst herausfinden, wenn er frische Luft atmen kann.“ Ein kurzer Blick auf
Falcos Anzug genügte, um zu bestätigen, dass er unverletzt war. „Sei froh, dass unsere Anzüge
einen Schutzschild besitzen, sonst hätte dich der Verrückte sicher erschossen.“ „Wirklich, ich
hätte nie gedacht, dass unser Anführer zu derartiges in der Lage wäre. Danke...“ Es war das erste
Mal, dass Jan von Falco ein „Danke“ hörte... ein seltsames Gefühl von einem Gegenspieler nette
Worte zu ernten. „Jetzt komm, diese paar Meter...“ Da hievte er sich Fox auf seine Schultern
und trug ihn hinaus...
„Endlich! Licht! Luft! Ich könnte den Boden küssen!“ Einmal atmete er tief ein und aus, dann
setzte er seine Hände an seinen Helm an... „NEIN!!!“, schrie Jan dazwischen, sodass Falco
erschrocken die Hände runternahm. „Setz den Helm einmal ab und wir haben einen Mann weniger. Und
zwar du!“ Er setzte Fox an die Wand neben dem Ausgang... dann rüttelte er an ihm. „Wach endlich
auf!“ Keine Reaktion... Jan wollte ihn schon für tot erklären, als sich der Kopf regte. „Aaaaaaaah...
was ist passiert? Wo sind wir? Ich habe starke Kopfschmerzen...“ Falco baute sich vor ihm auf. „Fox,
du hättest mich beinah erschossen!“ „Wie bitte?“ „Ja! Du hast plötzlich irgendwas davon gebrabbelt,
dass du deine Eltern sehen würdest, und als wir dich wieder zur Vernunft bringen wollten, hast
du uns angegriffen! Nur Jan hatte es geschafft, dich wieder in die Realität zu bringen.“
„Ehrlich? Ach darum habe ich solche Kopfschmerzen... ich weiß nicht wieso, aber Venom trübt
einen die Sinne...“ Er richtete sich langsam wieder auf. „Jan... vielen Dank.“ „Gerngeschehen,
ich tue ja schließlich alles, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen...“, antwortete
Jan mit Sarkasmus in der Stimme, „...okay, schlechter Witz...“ Die Ruhe wurde jäh gestört, als
eine Explosion von oben ertönte. „Was ist denn da oben los?“ Zunächst regnete es Schrottteile,
aber als ein Arwing-Flügel aufschlug, mussten sie nun das Schlimmste befürchten: Irgendjemand
hatte sie entdeckt und die Arwings in die Luft gesprengt. Sie saßen nun auf Venom fest. „Na toll!
Jetzt sitzen wir aber gehörig in der Tinte! Keine Arwings, keine Fluchtmöglichkeit!“ „Keine Sorge
Falco, wir haben noch unsere Funk-Verbindung zur Great Fox...“ Also tippte er ein wenig auf seinem
rechten Handgelenk rum... „Gleich sollte sich jemand melden.“ Der Verbindungsaufbau glückte.
Nun ja, mehr oder weniger, denn die Stimme die sich am anderen Ende meldete wurde von lauten
und zahlreichen Rausch-Geräuschen verzerrt. „Peppy... vorsicht... Funkstör... behindert...
Verstärkung...“ Dann kam nichts mehr... es war sogar nicht mehr möglich, überhaupt Funkkontakt
herzustellen. „Mist! Wir haben auch noch den Kontakt zur Great Fox verloren!“ Blieb ihnen also
nichts anderes übrig, als sich weiter zu bewegen und den Tempel zu erreichen. „Falco, Jan, alles
in Ordnung? „Jawohl.“ „Bestätigt.“ „Na dann lasst uns weitergehen!“
So lag ihnen das Tal wie eine einzige offene Ebene vor... aber ihr weiterer Vormarsch wurde von
jemanden beobachtet, der auf einer weit entfernten Klippe stand...
"Ihr werdet MIR gehören..."
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