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Kapitel 2: Jan Hermann
Als er nun die Tür wieder schnell schloss, geriet er in Atemnot und musste sich an der Wand abstützen.
Dabei wurde er argwöhnisch von der ganzen Menge beobachtet, die im Raum stand. Jan deutete mit einem
Handzeichen, dass alles in Ordnung sei und ging weiter. Nun begab er sich zur Rezeption zum Krokodil,
welches gegenüber saß und gerade Unterlagen bearbeitete. Als er endlich da war, sah das Krokodil auf.
„Bitte, was wünschen Sie?“ Nun stand er wieder zögernd da und tat sich sichtlich schwer, auch nur ein
Wort zu sprechen. „Geht es Ihnen gut? Soll ich vielleicht den Krankenwagen rufen?“ Er sah sich etwas
nervös um, deutete aber schließlich auf einen Stapel Papier. „Sie wollen mir Ihre Worte aufschreiben?“
Er nickte mit einem Grinsen. Als der Angestellte ihm nun das Blatt und einen Kugelschreiber gab, schrieb
er seine Worte auf. „Guten Tag, mein Name ist...“ Er hielt inne und sah ängstlich auf das Blatt. „Ich
denke, ich sollte wirklich...“ Wie war sein Nachname eigentlich? Jan wusste nur seinen Vornamen, aber
Nachnamen? Als der Angestellte nun zum Telefon greifen wollte, schrieb Jan schnell auf dem Blatt weiter.
„Jan Hermann und ich möchte mich gerne zur Armee melden.“ Das Geschriebene wurde vom Krokodil aufmerksam
beäugt und dann hellte sich sein Gesicht auf. „Ah, Sie wollen zur Armee?“ Jan spürte, wie ihm ein großer
Stein vom Herzen fiel. „Hervorragend, wissen Sie, unserer Streitkräfte fehlt es an Personal, ein Großteil
unserer Armee fiel in der Schlacht von Venom, seitdem können wir einfach nicht genug Soldaten...“Jan hielt
mit der Hand zum Schweigen an. Dann nahm er wieder das Blatt und schrieb: „Ich möchte zur Luftwaffe.“
„Zur Luftwaffe???“ Der Angestellte zeigte sich bestürzt. „Können Sie überhaupt fliegen?!?“. Er nahm aus
seiner Jacke einen alten Flugschein hervor. „Hm... Sie haben Ihre Ausbildung nicht auf Corneria absolviert?“
Auf dem Pilotenschein stand: „Ausgebildet in: Fortuna“ „Gut, das erklärt alles. Wann sind Sie das letzte
Mal geflogen?“ Jan schrieb weiter: „Vor wenigen Tagen“ „Also...“ Das Krokodil nahm das Telefon, wählte
eine Nummer und wartete, bis die Leitung frei war. Dann sprach er weiter: „Major Bob, wir haben hier einen
Jungspund, welcher gerne zur cornerianischen Luftwaffe möchte. Ja, sein Pilotenschein spricht Sätze. Nein,
nicht hier bei uns, auf Fortuna. Sie wollen Ihn für einen Tag bei sich behalten? In Ordnung. Ich schicke
ihn hoch. Aber halten Sie bitte einen Zettel bereit, denn er spricht nicht, sondern schreibt seine Worte
auf... gut, schönen Tag noch.“ Dann legte er auf. „Sie müssen zum Ausbilder. Keine Angst, keine 3 Jahre
Ausbildung, einige Stunden Prüfung schreiben. Schließlich wollen wir und sicher sein, dass Sie noch alles
können.“ Jan war kein Neuling... er ist ein sehr guter Pilot. Täglich flog er mit seiner großen
modifizierten Maschine durch die Schluchten Venoms, bis er sie perfekt beherrschte. Eines Tages versuchte
er den Flug nach Corneria, welcher allerdings misslang. Er unternahm insgesamt 12 Versuche, welche aber
stets daran scheiterten, dass die Triebwerke ausfielen, sodass er nicht einmal die Atmosphäre verlassen
konnte. An seinem 12. Versuch schaffte er den Sprung ins All schließlich... wenn auch nur mit Glück.
„Wohlan denn, gehen Sie in die dritte Etage. Sie können die mit Orden behangene Tür nicht verfehlen.“
Jan bedankte sich mit einem Kopfnicken und schritt ins Treppenhaus...
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